Wenig Budget. Viel Kreativität. Eine Hobelbank als Küchenblock.

Eine Küche, die so nicht gewollt war.

Nach einem kompletten Hausbrand musste Vieles neu entstehen. Mit begrenzten Mitteln – aber ohne auf Stil, Qualität und gute Ideen zu verzichten.

Zum Glück kamen das Ehepaar und die Hunde beim Brand nicht zu Schaden. Was danach folgte, war trotzdem eine enorme Aufgabe: ein aufwändiger Wiederaufbau und die Herausforderung, mit einem begrenzten Budget wieder ein Zuhause zu schaffen, das persönlich, besonders und vor allem lebenswert wird.

Die Küche sollte dabei ihren Teil beitragen.

DIE AUFGABE:
Eine funktionierende Küchenzeile – möglichst viel Küche, aber im vorgegebenen Kostenrahmen.

Dabei war schnell klar: Nicht alles musste neu gekauft werden.

Die Kunden waren bereit, selbst Hand anzulegen und eigene Lösungen umzusetzen. Meine Aufgabe war deshalb nicht, möglichst viele Küchenmodule zu verkaufen, sondern gemeinsam zu überlegen, wo eine Investition sinnvoll ist und wo eine kreative Eigenlösung die bessere Alternative ist.

DIE PLANUNG: 
Am Ende brauchte es erstaunlich wenig klassische Küchenmöbel. Zum Einsatz kamen lediglich drei Basiselemente: Küchenschrank, Schubladenschrank und Regal.

Der Rest entstand aus Eigenleistung, vorhandenen Möbeln und vielen guten Ideen.

Auf einer Seite der Küchenzeile wurden beispielsweise Regale statt weiterer Schränke eingesetzt. Das spart Kosten und gibt der Küche gleichzeitig einen leichteren, individuellen Charakter.

Auch der Geschirrspüler wurde vom Kunden selbst in eine passende Lösung integriert.

Weniger kaufen. Mehr daraus machen.

DIE BESONDERE IDEE: EINE HOBELBANK.
Das ungewöhnlichste Element dieser Küche ist gleichzeitig eines der kreativsten: eine alte Hobelbank.

Der Kunde baute sie kurzerhand zum Küchenblock um, integrierte selbst das Kochfeld und schuf darunter Platz für die wichtigsten Küchenhelfer.

Eine Lösung, die man in keinem Küchenprogramm findet.

Und genau deshalb passt sie perfekt zu dieser Küche.

MANCHMAL IST DIE BESTE BERATUNG, NICHTS ZU VERKAUFEN!
Auch beim Kaffeemöbel hätte ich problemlos ein passendes Noodles-Element anbieten können.

Habe ich aber nicht. Stattdessen habe ich vorgeschlagen, einen vorhandenen Schrank aufzupimpen und daraus eine passende Basis für die hochwertige Siebträgermaschine zu machen.

Warum etwas Neues kaufen, wenn etwas Vorhandenes mit ein paar guten Ideen noch viel besser werden kann?

Die Details machen den Unterschied.

Auch bei der Dekoration hat die Kundin ihre ganz eigene Handschrift eingebracht. Sie hat ein besonderes Talent dafür, vorhandene Dinge neu zu interpretieren und miteinander zu kombinieren.

So dienen beispielsweise Schubladen aus alten Apothekerschränken heute zur Aufbewahrung von Gewürzen oder als dekorative Elemente.

Genau solche Details machen die Küche persönlich.

DIE LÖSUNG: 

Ich habe am Ende die drei Basiselemente geliefert.

Den Rest haben die Kunden selbst daraus gemacht.

Aus wenigen Küchenmodulen, vorhandenen Möbeln, Eigenleistung und ziemlich viel Kreativität ist eine Küche entstanden, die individuell, hochwertig und trotzdem im vereinbarten Kostenrahmen geblieben ist.

Und genau deshalb gehört dieses Projekt für mich zu den kreativsten, die ich bisher umgesetzt habe.

WARUM DIESE KÜCHE FUNKTIONIERT: 

Weil hier nicht versucht wurde, eine klassische Küche möglichst günstig nachzubauen.

Stattdessen haben wir gemeinsam geschaut, was wirklich gebraucht wird, was bereits vorhanden ist und was man daraus machen kann.

Das Ergebnis ist keine Küche von der Stange.

Es ist eine echte Teamarbeit – mit drei Küchenmodulen von TBA, viel Eigenleistung der Kunden und einer Menge eigener Ideen.

Hochwertig, persönlich und im Kostenrahmen.

Und manchmal ist genau das die spannendste Art, eine Küche zu planen.